Personalentwicklung

Personalentwicklung

Die meisten Evaluatorinnen und Evaluatoren bringen nicht nur eigene Lehrerfahrungen mit, sondern verfügen über Zusatzausbildungen in den Bereichen Schulführung, schulische Praxisberatung, Qualitätsmanagement, Sonderpädagogik etc. durch Nachdiplomstudien an Fachhochschulen oder durch Universitätsstudien. In der Personalselektion spielen schulische Fachkenntnisse, Teamfähigkeit und kommunikative Kompetenzen eine entscheidende Rolle.

Da es sich bei der Evaluation um ein relativ neues Berufsfeld handelt, kann keine professionelle Erfahrung in Schulevaluation vorausgesetzt werden. Die Fachstelle legt deshalb besonderen Wert auf die fachliche Qualifizierung und Weiterbildung des Personals. Die Einführung der neuen Evaluationsfachleute erfolgt in einer engen Verzahnung von Instruktionen und Übungen einerseits und praktischen Schulevaluationen unter Anleitung erfahrener Evaluatorinnen und Evaluatoren andererseits.

Die Schulen erwarten von der Fachstelle professionelle und einheitliche Beurteilungsverfahren. Das erreichen wir durch eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit der Evaluationsarbeit und fortlaufender Weiterbildung aller Evaluationsfachpersonen.

Die Evaluationsteams werden für jede Schule neu zusammengesetzt. Neue und erfahrene Evaluationsfachleute mit unterschiedlichen Kompetenzprofilen arbeiten in immer neuen Formationen zusammen. Dadurch erreicht die Fachstelle einen laufenden Austausch an Evaluationswissen und beruflicher Erfahrung in unterschiedlichen Bereichen des Bildungswesens.

Etwa zehn Mal jährlich treffen sich alle Evaluatorinnen und Evaluatoren einen halben Tag zu einer Plenumsveranstaltung. Sie dient dem fachlichen Austausch, dem Bearbeiten von offenen Fragen und Problemen, zur Angleichung der Beurteilung und zur Weiterbildung.

Wo dies nötig erscheint, wird die komplexe Evaluationsarbeit durch Instrumente, Prozessbeschreibungen und interne Standards konkretisiert und geregelt. Damit werden einheitliche Verfahren gesichert.

Feedbacksystem

Der Aufbau einer internen Feedbackkultur, in der offen miteinander kommuniziert und die eigene Arbeit laufend reflektiert wird, ist seit Beginn ein wichtiger Pfeiler des internen Qualitätsmanagements. Systematische Feedbacks sind die Grundlage für eine effektive Zusammenarbeit im Team und für das Lernen der Organisation. Rückmeldungen auf Prozessschritte und Arbeitsergebnisse dienen sowohl auf der individuellen als auch auf der organisationalen Ebene zur laufenden Überprüfung der Qualität und der stetigen Qualitätssteigerung. Das Evaluationsverfahren selber umfasst drei Feedbackschlaufen. Vorerst findet eine persönliche Feedbackrunde im Evaluationsteam statt, in welcher sich die Teammitglieder zu vorgängig festgelegten Kriterien Rückmeldungen geben und Schwierigkeiten und Verbesserungsmöglichkeiten der Arbeitsprozesse festhalten. Danach holt das der Teamleitung vorgesetzte Mitglied der Geschäftsleitung ein strukturiertes telefonisches Feedback der Schulleitung zur Kooperation mit dem Evaluationsteam, zur Rückmeldeveranstaltung, zum Bericht und zur Nutzbarmachung der Evaluationsergebnisse ein. Darauf führt das Mitglied der Geschäftsleitung mit der Teamleitung ein strukturiertes Führungsgespräch, in welcher die Teamleitung eine detaillierte Rückmeldung zum Evaluationsbericht und zum Evaluationsverlauf erhält, andererseits Schwierigkeiten besprochen und Anregungen zur Verbesserung des Verfahrens und der Methodik aufgenommen und bearbeitet werden. Diese systematischen Rückmeldungen über die Qualität der Evaluationsarbeit erlauben verschiedene Anpassungen von Instrumenten, Massnahmen zur Verbesserung einzelner Arbeitsschritte und geben Anstösse zur Optimierung des Verfahrens.