Wesentliche Mängel

Stellt die Fachstelle für Schulbeurteilung im Schul- und Unterrichtsbereich wesentliche Qualitätsmängel im Sinne von § 52 VSV fest, werden diese im Beurteilungsbericht explizit aufgeführt und in der mündlichen Ergebnisrückmeldung erläutert. Wesentliche Qualitätsmängel liegen vor, wenn im Rahmen der externen Evaluation einer Schule für ein oder mehrere Qualitätsmerkmale des Qualitätsprofils (Schulgemeinschaft, Unterrichts- und Klassenführung, individuelle Lernbegleitung, sonderpädagogisches Angebot, Beurteilung der Schülerinnen und Schüler, Schulführung, Qualitätssicherung und -entwicklung sowie Zusammenarbeit mit den Eltern) eine ungenügende Praxis festgestellt wird (Bildungsratsbeschluss vom 18. September 2017).

Im Falle von wesentlichen Qualitätsmängeln ordnet die Schulpflege bzw. Trägerschaft die notwendigen Massnahmen an (§ 48 Abs. 3 VSG). Die Schulen können dazu Vorschläge machen. Die Schulpflege bzw. Trägerschaft informiert die Fachstelle innert vier Monaten nach Erhalt des Beurteilungsberichts über die getroffenen Massnahmen (§ 52 VSV).

Gravierende Mängel bei einzelnen Schulangehörigen (inkl. Berufsberatende) und persönliches Fehlverhalten werden ausserhalb des Evaluationsverfahrens behandelt. Vorkommnisse, welche personalrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können, müssen sorgfältig abgeklärt werden. Deshalb werden solche Mängel der Schulleitung und der Schulpflege / Trägerschaft als Anstellungsbehörde (bzw. bei Berufsberatenden der Leitung des betreffenden Berufsinformationszentrums (biz) als vorgesetzte Stelle) mitgeteilt.

Die Evaluationsfachpersonen haben die Pflicht, die ihnen in Ausübung ihrer Aufgabe bekannt gewordenen strafbaren Handlungen anzuzeigen (§ 21 kantonale Strafprozessordnung).