Berufswahl- und Lebensvorbereitung

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Beschreibung der Praxis

Die Werkschule Grundhof verfügt über ein umfassendes Konzept für die Berufsfindungs- und Lebensvorbereitung, welches von allen Fachpersonen verbindlich umgesetzt wird. Als wichtige Basis für diese Vorbereitung betrachtet die Schule die Identitätsentwicklung und die Förderung von Schlüsselqualifikationen.

Systematischer Aufbau von Schlüsselqualifikationen

berufsorientiert:

  • Bereits ab dem ersten Sekundarschuljahr führen die Jugendlichen Arbeiten in Haus und Hof sowie in den hauseigenen Werkstätten aus, um lebenspraktische, handwerkliche und überfachliche Kompetenzen gezielt aufzubauen. Gleichzeitig lernen sie Elemente verschiedener Berufsbilder kennen und ihre Stärken und Vorlieben einschätzen.
  • Jedes Jahr finden Besuche im BIZ (Berufsinformationszentrum) und an der Berufsmesse in Zürich mit Arbeitsaufträgen statt, die nachher besprochen werden.
  • Ab dem zweiten Sekundarschuljahr leisten die Jugendlichen Arbeitseinsätze an einem Nachmittag im „Werkareal“ in Thundorf, einem Partnerbetrieb der Werkschule, welcher arbeitsagogische Begleitung anbietet.
  • Im dritten Schuljahr werden Schnupperlehren und längere Arbeitseinsätze durchgeführt, die nach einem vorgegebenen Raster ausgewertet werden. Die Schule verfügt dafür über ein breites Netzwerk von verschiedenen Lehrbetrieben aus Handwerk und Gewerbe sowie sozialen Institutionen.

schulisch:

  • Die Stellwerktests in der zweiten Sekundarschule sind wichtig für die Standortbestimmung. Je nach Berufsrichtung werden Kompetenzprofile der Gewerbeverbände beigezogen. Anhand dieser Instrumente werden gezielt fachliche Lücken im Hinblick auf die gewählte Berufsrichtung aufgearbeitet.
  • Die Schule unterstützt mit einem Jobcoaching währendund über die Schulzeit hinaus die Jugendlichen (auch für nicht-IV Bezüger). Dies wird durch einen speziell ausgebildeten Sozialpädagogen der Schule angeboten.

Individuelle Begleitung

  • Ab dem zweiten Sekundarschuljahr gibt es wöchentlich in einem fixen Zeitfenster eine viertelstündige Beratung durch den Jobcoach zu den Themen Standortbestimmung, Planung der nächsten Schritte, Arbeitsaufträge für den Schulunterricht (Wochenpläne).
  • Bei Bedarf sind Schnupperlehren bereits früher möglich als standardmässig vorgesehen. Es gibt auch die Möglichkeit, bereits vor Ende der Schulzeit eine „Vorlehre“ im vorgesehenen Lehrbetrieb anzutreten.
  • Die Wohnsituation für die Zeit während der Berufslehre wird mit jedem Jugendlichen besprochen und entsprechende Vorbereitungen werden frühzeitig in die Wege geleitet (Wohntraining).
  • Es gibt die Möglichkeit, aufgrund einer Krise den Berufsfindungsprozess für eine gewisse Zeit zu unterbrechen oder bei noch nicht erreichter Berufsreife ein zehntes Schuljahr in der Werkschule Grundhof zu absolvieren.

Beschreibung der Schule

In einem grossen Bauernhaus in Stadel bei Winterthur führt der Verein Werkschule Grundhof ein kleines Sonderschulheim für Sekundarschüler, geleitet von wenigen, konstanten Bezugspersonen. Es stehen acht Plätze zur Verfügung. Das pädagogische Konzept basiert auf einem lösungsorientierten Modell. Der Schulunterricht orientiert sich sowohl am Lehrplan des Kantons Zürich, als auch an den persönlichen Ressourcen und am Berufsziel des einzelnen Schülers.

Evaluationsdatum

27. - 28. März 2017

Kontakt Schule

SL: Daniel Ehrismann, Mail: daniel.ehrismann@grundhof.ch

Kontakt Fachstelle

info@fsb.zh.ch

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