Evaluationsverfahren

im Überblick

1Vorbereitungssitzung
 Diese Sitzung wird von einer Evaluatorin / einem Evaluator der FSB mit einer Vertretung der Schule (Schulleitung, evtl. Kontaktgruppe) und einer Vertretung der Schulpflege (oder der Trägerschaft der Sonderschule) durchgeführt.
Sie besteht aus zwei Teilen. In einem ersten Teil wird über das Verfahren der Schulevaluation informiert. Zu diesem Teil kann auch das ganze Schulteam eingeladen werden (Dauer: ca. 45-60 Minuten).
In einem zweiten Teil wird die Vertretung der Schule über die Vorbereitungsarbeiten, insbesondere das Portfolio, informiert (Dauer: ca. 45 Minuten).
2Portfolio-Erstellung
 

Im Portfolio stellt die Schule die vorhandenen Dokumente zum Schulbetrieb und zur Organisation der Schule, zu Grundsätzen der Führung und der Zusammenarbeit, zu pädagogischen Schwerpunkten und zur schulischen Qualitätssicherung zusammen. Hier werden auch Dokumente zu den Evaluationsthemen abgelegt.

Das Portfolio enthält zudem die Qualitätsansprüche zu sämtlichen Evaluationsthemen. Damit wird für die Schule transparent, nach welchen Gesichtspunkten die Beurteilung erfolgt.

Das Portfolio dient dem Evaluationsteam als wichtige Informationsquelle. Es ermöglicht, ein erstes Bild von der Schule zu gewinnen, die Evaluation zu planen und während des Evaluationsbesuchs gezielt weitere Informationen zu sammeln.

3Fragebogen-Erhebung
 Um eine breit abgestützte Einschätzung der Schule zu erhalten, setzt das Evaluationsteam Fragebogen ein. Befragt werden Lehrpersonen und weitere Mitarbeitende der Schule, Schülerinnen und Schüler (ab der 4. Klasse) und Eltern. Die Fragebogen stehen auch in den häufigsten Immigrationssprachen zur Verfügung.
4Selbstbeurteilung
 Die Selbstbeurteilung im Rahmen der externen Evaluation ist eine Stärken/Schwächen-Analyse zu wichtigen Bereichen der Schulqualität. Die Fachstelle für Schulbeurteilung stellt den Schulen einen Raster und einen Vorgehensvorschlag zur Verfügung. Die Selbstbeurteilung kann im ganzen Team oder in einer kleinen Gruppe vorgenommen werden.
5Planungssitzung
 An der Planungssitzung stellt die Leitung des Evaluationsteams einen provisorischen Evaluationsplan für die Schule vor und klärt gemeinsam mit der Vertretung der Schule (Schulleitung, Kontaktgruppe) dessen Realisierbarkeit. Der definitive Plan hält alle Aktivitäten während der Evaluationstage (z.B. auch die Unterrichtsbesuche in einzelnen Klassen) fest.
6Evaluationsbesuch in der Schule
 Der Evaluationsbesuch dauert in der Regel drei Tage (Montag bis Mittwoch), in kleinen Schulen auch lediglich zwei Tage. Die Evaluatorinnen und Evaluatoren bemühen sich, den normalen Schulalltag nicht zu stören. Die Lehrpersonen müssen damit rechnen, dass sie an einem Tag über Mittag oder nach Unterrichtsschluss zu einem Interview eingeladen werden. Die Interviews mit einzelnen Schülerinnen und Schülern finden während der Unterrichtszeit statt.
7Rückmeldeveranstaltung
 Dieser Schritt im Evaluationsverfahren wird in Absprache mit der Schule vereinbart. Die Schule kann auf eine mündliche Rückmeldung ganz verzichten oder z.B. sich auf eine mündliche Rückmeldung an die Führungsverantwortlichen beschränken.
Die Fachstelle für Schulbeurteilung bietet eine Veranstaltung an, in welcher das Evaluationsteam die Schule und die Schulbehörde gemeinsam über die Evaluationsergebnisse informiert. Anschliessend an die Präsentation kann eine Diskussion im Schulteam geführt werden und eine Rückmeldung an das Evaluationsteam gemacht werden. In einer speziellen Sequenz können die Schulleitung und die Schulbehörden spezifische Fragen mit dem Evaluationsteam klären.
8Evaluationsbericht
 Der Evaluationsbericht enthält die Kernaussagen, welche auch Grundlage der mündlichen Rückmeldung sind. Die Kernaussagen werden im Bericht ausführlich begründet und durch Ergebnisse der schriftlichen Befragung belegt. Der Bericht geht an die Schule und die Schulbehörde. Auf Wunsch erhält die Schule nachträglich eine Kurzfassung des Berichtes. Beide Berichte unterliegen dem Öffentlichkeitsprinzip (s. auch Berichterstattung). Die Schule kann zum Bericht schriftlich Stellung nehmen. Die Stellungnahme gilt als Bestandteil des Berichtes und wird in der Fachstelle für Schulbeurteilung archiviert.
9Konsequenzen aus der Evaluation
 Gemäss Volksschulgesetz § 47 sind die Schule und die Schulbehörde für die Qualität der Schule zuständig. Dementsprechend entscheidet die Schulbehörde, in welcher Form Konsequenzen aus den Evaluationsergebnissen gezogen werden. Die Fachstelle für Schulbeurteilung empfiehlt, die Prioritäten für die Schulentwicklung vor dem Hintergrund der Evaluationsergebnisse zu überprüfen und entsprechende Qualitätssicherungs- und Qualitätsentwicklungsmassnahmen in das Schulprogramm oder in die Jahresplanung aufzunehmen.